fairdrop
In den letzten Jahren rückte neben Wasserverschmutzung vermehrt der Wasserverbrauch in den Fokus der
Forschung. Virtuelles Wasser nennt man seit 1995 die Menge an Wasser, die für die Erzeugung eines Produktes
tatsächlich benötigt wird. So verbergen sich z. B. in einem Liter Milch tatsächlich 1000 Liter Wasser.
Laut WWF ist es weniger ausschlaggebend, Unternehmen und Staaten zu einem geringerem Gesamtverbrauch
anzuhalten; viel wichtiger sei es, die negativen Folgen des hohen virtuellen Wasserverbrauchs besonders in
den Ländern zu kontrollieren, wo die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt am stärksten sind.
Ein Beispiel: Während im Jahr 2001 drei Millionen Kenianer unter akutem Wassermangel litten, produzierte das
Land auf künstlich bewässerten Feldern 52 Millionen Tonnen Blumen für den europäischen, nordamerikanischen
und japanischen Markt. Es gab offensichtlich genug Wasser. Aber das konnte anderweitig gewinnbringender
eingesetzt werden.